Die Geschichte von Nintendo Spielekarten bis hin zu den RETRO Konsolen ins Jahr 2001

Nintendo selbst übersetzt seinen Namen mit „Lege das Glück in die Hände des Himmels“ und startete 1889 seine Laufbahn mit Spielekarten. Gründer Fusajirō Yamauchi stellte Anfangs die traditionellen japanischen Spielekarten Hanafuda her. Als 1929 der Gründer seinem Schwiegersohn das Zepter in die Hand gab, wollte dieser den Vetrieb der Spielekarten auf die ganze Welt ausweiten.

Nach mehreren Umbenennungen der Firma und zusammenlegen von Gesellschaften war letztendlich 1963 die letzte Umbenennung zu uns heuten bekannten Marke engl. Nintendo Co., Ltd. geschehen. Kurz vorher schloss sich der Spielekartenhersteller mit dem Unternehmen Disney zusammen um seine Karten mit bekannten Disney Figuren vermarkten zu dürfen. Dies war auch der Startschuss um tiefer in die Spielzeugwelt einzutauchen.

Spielzeug… Wieso nicht?

Mit dem Eintritt von Gunpei Yokois im Jahr 1969 begann Nintendo damit, neben den Karten auch anderes Spielzeug herzustellen. Das Plastik-Spielzeug “Ultra-Hand” verkaufte sich 1,2 Millionen Mal. Auch versuchte sich Nintendo an Liebestester-Automaten. Verschiedene Bereiche wurden ausgetestet. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Dies bereitete jedoch den weiterführenden Weg in den Videospielemarkt, der zu Beginn der 1970 aufkeimte.

Nintendo beschränkte sich wieder ersteinmal auf den japanischen Markt und brachte dort bis 1977 einige Acrade-Spiele heraus. Bis 1980 kamen einige Spielekonsolen wie “Color TV Game 6” und Color TV Game 15 hinzu. Bis dato stellte hierfür das Unternehmen in eigner Produktion seine Mikroprozessoren her. Dies war jedoch zu kostenaufwendig, weshalb sie hier Mitsubishi mit ins Boot holten.

Der Durchbruch

1980 ging es mit der weltbekannten Serie “Game&Watch” los, dass von Gunpei Yokoi entwicklet wurde. 1981 erschien erstmals die Figur “Donkey Kong” die von Shigeru Miyamoto entworfen wurde. Mit diesen kleinen Handhelden schaffte Nintendo seinen Durchbruch im Videospielesegment und damit weltweite bekanntheit auf dem immer größer werdenen Videospiele-Markt.

Mit diesem Erfolg gründete Nintendo bis 1983 noch weitere Tochtergesellschaften in den USA und in Kanada bis es Mitte 1983 in Tokio an die Börse ging. Im gleichen Jahr brachte Nintendo noch seinen “Famicom” in Japan auf den Markt. Dieser erschien 1985 auch in den USA und Europa unter dem Namen “Nintendo Entertaiment System”. Auf das Spielesystem mit den wechselbaren Modulen, brachte ihn der spätere Mitkonkurrent Atari. Mit diesem Spielprinzip erschaffte Nintendo die heute bekanntesten Figuren wie “Mario” und “Zelda”.

Ein Kleiner ganz GROß

Nach dem großen Erfolg der Heim-Viedeospielekonsole NES kam 1989 die neuste Handheld Errungenschaft auf den Markt. Der “GameBoy”. In der ersten Auflage erschien der GameBoy zusammen mit dem bis dato unbekannten Spiel TETRIS. Die tragbare Spielekonsole setzte sich bei der Kokurrenz durch. Bei dem unschlagbaren Preis- Leistungsverhältnis konnte die Sega Game Gear trotz stärkerer Technik nicht mithalten. Tetris wird zum Kultspiel schlechthin.

Mario Bros. 3 NES

1988 brachte Sega jedoch eine starke Kokurrenz für Nintendo auf den Markt. Mit der “Sega Mega Drive” wurde Nintendo stark auf dem Heimkonsolen-Markt bedrängt. Nintendo wollte 1990 mit der “Super Nintendo” kontern, jedoch hatte zu Beginn keiner einen wirklichen Vorteil sehen können. Durch das “Spiel Mario Bros. 3” wurde bis dato immer noch bevorzugt die Nintendo Entertaiment Systemkonsole verkauft. Die Super Nintendo setzte sich erst 1992 durch, als die Konsole mit dem Spiel “Super Mario Kart” auch in Europa verbreitet wurde. Durch das Spiel “Mario Kart” hatte man die technischen Vorteile der “Super Nintendo” zu lieben gelernt.

CD Lauwerk – Ja oder Nein

Sega Mega CD

Sega ließ sich dies nicht gefallen, und wollte mit der neuen Errungenschaft der CD ein CD Lauwerk einbauen. Dies gelang auch und wurde von Sega unter dem Namen “Sega Mega CD” eingeführt. Nintendo hatte zu dieser Zeit eine Kooperation mit Sony gestartet um die Super Nintendo Konsole ebenfalls mit einem CD Laufwerk auszustatten, jedoch wurde leider nichts aus der super Nintendo Play Station. Die Kooperation zebrach 1993. Nintendo hob die Partnerschaft auf, da er Markenrechtlich das Nachsehen gehabt hätte und trennte sich somit von Sony. Beide gingen somit getrennte Wege. Sony brachte im Alleingang die “Sony PlayStation” auf den Markt. Einen weiteren Versuch startete Nintendo noch mit Philips als Partner, jedoch ging auch diese Partnerschaft n die Brüche. In diesem Zuge verabschiedete sich Nintendo auch von der Vision eine Konsole mit einem CD Laufwerk auszustatten.

Nintendo widmete sich in diesem Zuge lieber den Ausbau der Spielereihen für die Super Nintendo Konsole. Mit Titeln wie “Donkey Kong Country” und “The Legend of Zelda” und Ihrem “ProjectReality”.

“ProjectReality”

Ultra 64

Unter dem “ProjectReality” oder auch unter dem Begriff “Ultra64” erschien im Jahr 1997 letztendlich die “Nintendo 64” Konsole. Nach einigen Rückschlägen wollte sich Nintendo so die Marktherrschaft sichern, jedoch ging der Plan nicht auf. Uneingeholt auf Platz 1 hielt sich Sony weiterhin mit seiner PlayStation. Nintendo brachte Schlag auf Schlag wie “Super Mario 64” alte Spieleklassiker zurück auf die N64. Im gleichen Zeitraum brachte der Gigant den GameBoy Pocket auf den Markt. Nintendo tat alles dafür wieder Platzhirsch zu werden, jedoch gingen die Umsätze weiterhin zurück. 1998 folgte direkt der GameBoy Color mit dem ersten Farbdisplay.

Nachdem Nintendo den GameBoy Pocket und den GameColor auf den Markt gebracht hatte, kam 2001 der GameBoy Advance. Ebenfalls ein Farbdisplay und eine ähnliche Form wie ein Controller. Das Gute, man konnte alle Spiele der vorherigen Handheldkonsolen Spielen. Die Spiele die mit dem GameBoy Classic vor mehr als 10 Jahren farblos erschienen, erstrahlten mit dem Advance in neuem Glanz. Das machte diese Konsole sehr beliebt.

Hier endet meine Zusammenfassung mit dem Jahr 2001 mit Nintendo. Natürlich kamen in den folgenden Jahren noch neue Errungenschaften wie die Nintendo Wii hinzu, jedoch zählt das nun nicht mehr in diesen Zeitstrahl hinein.

Für mich persönlich ist Nintendo klarer Platzhirsch und Weltmarktführer. Fragt man einen PlayStation Fan, wird weiterhin gegenteiliges behauptet. 🙂

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3 Kommentare zu “Vom Spielkartenhersteller zum Marktführer der Videospiele – die Geschichte von Nintendo

  1. Nemesis sagt:

    Toller Artikel zu Nintendos Anfängen im Jahr 1889 bis hin zum Jahr 2001.
    Ebenfalls gefällt mir das die Konkurrenz zwischen SEGA und Nintendo erwähnt wird, sowie
    die gescheiterten Partnerschaften zu Sony und Philips.

    Ich hätte mir aber gewünscht, dass mehr auf SEGA VS Nintendo eingegangen worden wäre.
    SEGA führte ja in den USA eine aggressive Marketing-Kampagne gegen Nintendo.

    “Sega does what Nintendon’t” oder “The SEGA Genesis has blast processing, Super Nintendo doesn’t.” um Beispiele zu nennen.
    Wäre aber auch einen eigenen Artikel wert.

    1. Retro-Sandi sagt:

      Hallo Nemesis,

      da gebe ich dir vollkommen recht. Sega war dahingehend ziemlich *aggressiv*. Sega widmen wir noch gesonderter einen Blog Artikel und werden die Werbe – Kampagnen dort mit aufgreifen.
      Sega hat es in meinen Augen ziemlich offensiv gestaltet, wobei Sony und Konsorten auch oft Seitenhiebe ausgeteilt haben, jedoch etwas versteckter 🙂

      Aber auf jeden Fall vielen Dank fürs Feedback zum Artikel 🙂

      Liebe Grüße
      Sandra

  2. Nemesis sagt:

    Ich finde ja diese aggressiven Werbespots in den USA von SEGA waren eher “uncool”.
    Die wenigen japanischen Werbespots zum Mega Drive die ich kenne, hatten nicht diese
    “Aggresivität”.

    Und Segata Sanshiro als Maskottchen für den Sega Saturn fand ich lustig.

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