In unserer Anleitung beschreiben wir, wie wir in einen GameBoy Classic einen Bivert-Chip V2 verbauen.

Durch den Einbau verbessert sich die Darstellung enorm. Die Graustufen werden verdeutlicht, der Kontrast wird erhöht und das Spielvergnügen steigt. Dies kommt zustande, da der Chip die Ausrichtung der Pixel umkehrt.

Mit etwas handwerklichen Geschick und der benötigten Ausrüstung, kannst du Dir mit Hilfe dieser Anleitung einen Bivert-Chip verbauen.

Voraussetzung

Anleitung bis Schritt 5 – GameBoy Classic in Einzelteile zerlegen
Wenn ein Backlight verbaut werden soll, bitte Anleitung von Schritt 1 bis 8 durchführen – Backlight Einbau

Werkzeug und Material

In 5 einfachen Schritten ein Bivert-Chip in einen GameBoy Classic einbauen

Schritt 1: Vorbereitung

Damit du mit dem Einbau des Bivert-Chips starten kannst, führe die Anleitung bis Schritt 5 durch, damit es so aussieht wie auf diesem Bild. Möchtest du ebenfalls eine Hintergrundbeleuchtung einbauen, so findest du hier die passende Anleitung für einen Backlight Einbau.

Schritt 2: Bivert-Chip und Kontakte verstehen

Im ersten Bild wird der Aufbau dargestellt, welche Kontakte miteinander verlötet sein werden. Das zweite Bild zeigt, wie ich mir die Stellen mit einem Edding markiert habe (gut merken ist auch eine Möglichkeit). Markiert sind die Kontakte 6 und 7 (von rechts gezählt). In der Regel ist an dem ersten Kontakt etwas angelötet. Dieser muss jedoch ebenfalls mitgezählt werden.

Schritt 3: VCC Kontakt vorbereiten und Bivert-Chip ausrichten

Für den Kontakt “VCC” auf dem Bivert-Chip muss auf der GameBoy Platine der Kontakt hochgebogen werden, damit der Chip sich ohne Probleme aufsetzten lässt, wie im zweiten Bild zu sehen.

Schritt 4: Kontakte der Bildübertragung lösen

Damit die Bildübertragung am Ende über den Chip bivertiert wird, musst du die zwei markierten Kontakte von der GameBoy Platine lösen. Hier arbeitet man am Besten mit einem Lötkolben und Entlötlize, die den Lötzin aufnimmt. Hat man keine Entlötlitze zur Hand, dann mit einem Lötkolben die Kontakte anlösen und mit einem dünnem scharfen Messer durchtrennen und anheben.

Nachdem du beide Kontakte von der Platine gelöst und diese nach oben gebogen hast, kannst du nun der Bivert-Chip darunter schieben.

Schritt 5: Bivert-Chip mit Platine verlöten

Jetzt kannst du die Kontakte für die Bildübertragung mit dem Bivert-Chip verlöten. Achte darauf, das beide Kontakte die du dir zu Beginn markiert hattest, nicht miteinander verlötet werden. Lediglich die Kontakte VCC, PIN1 und PIN3 ordentlich mit Lötzin auffüllen, damit gewährleistet ist, das alle drei Kontakte miteinander verlötet sind.

Nun kannst du den Lötdraht an den Kontakt “GND” löten und anschließend an einen Pluspol der GameBoy Platine. In der Regel liegt dem Bivert Chip ein langer Löhtdraht bei. Dies liegt daran, dass bei Pocket Konsolen deutlich mehr Draht benötigt wird, als bei GameBoy Classic Konsolen. Schneide dir den Draht vorab in der benötigten Länge zu.

WICHTIG! Leider ist keine freie Sich auf unter den Chip gegeben, somit kannst du nicht direkt sehen, ob die Kontakte sicher miteinander verlötet sind. Durch Einschalten des GameBoys kann du dies jedoch schnell kontrollieren. Sollten nicht alle Kontakte miteinander verbunden sind wird z.B. der Kontrast sehr schwach dargestellt und/oder das Bild ist “milchig” in der Darstellung. Hier einfach nochmal nachlöten, bis ein kontrastreiches Bild zu sehen ist.

Hinweis: Der GameBoy muss bei jedem Lötvorgang ausgeschlatet sein!

Schritt 5: Zusammenbauen und testen

Vorder- und Rückplatine werden wieder miteinander verbunden und mit Strom versorgt (Batterie oder Netzkabel). Bei einem GameBoy, indem noch keine Hintergrundbeleuchtung eingebaut ist, werden die Farben invertiert dargestellt. Alles was hell war, wird jetzt dunkel dargestellt und umgekehrt. Ist in deinem GameBoy bereits ein Backlight verbaut, kann die invertierte Polarisationsfolie, dank des Chips, wieder invertiert werden und somit BIVERTIERT 😉

Jetzt hast du selber deinen GameBoy mit einem Bivert-Chip versehen 🙂

Hinweis: Wir haften nicht für Handhabungsfehler und fehlerhafte Produkte. Die Anleitung soll lediglich eine Möglichkeit und Hilfestellung bieten. Der Autor selbst hat den Text mit besten Wissen und Gewissen geschrieben. Es kann keine Vollständigkeit noch kann die absolute Risikofreiheit der dargebotenen Informationen garantiert werden.

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